Baumann und Köck mit Weltcup-Topplatzierungen

Speed-Ass Romed Baumann belohnte sich beim Abfahrts-Klassiker auf der Saslong in Gröden (ITA) mit Startnummer 30 für eine kompromisslose Fahrt mit Rang sechs. Am Ende fehlten ihm 1,16 Sekunden auf Sieger Aksel Lund Svindal (NOR) und lediglich drei Zehntel auf einen Podestplatz. „Nach dem verpatzten Wochenende in Beaver Creek ist mir der Umstieg auf europäischen Schnee sehr gut gelungen. Ich habe mich vom ersten Training weg in Gröden wohlgefühlt und gewusst, dass ich vorne reinfahren kann. Eine kleine Änderung am Setup hat den letzten Schub gebracht. Es hat gutgetan, im Ziel ein gutes Ergebnis zu haben,“ resümierte Baumann, der am Vortag im Super-G Platz 16 (+1,42 sek.) belegte. Für Baumann geht es nach einer kurzen Weihnachtspause am 28. und 29. Dezember mit Abfahrt und Alpiner Kombination in Bormio (ITA) weiter. „Zwei wichtige Rennen“, zeigte sich der bald 32-Jährige motiviert, weshalb der Hochfilzener gleich im Anschluss an die Rennen in Gröden ein paar Trainingstage in Bormio einschiebt.

Niklas Köck überrascht mit sensationellem elften Platz im Super-G

Auch der 25-Jährige Niklas Köck aus St. Jakob in Haus konnte am vergangenen Wochenende in seiner ersten Weltcupsaison auf sich aufmerksam machen. Mit Rang elf im Super G gelang ihm das beste Ergebnis seiner noch jungen Weltcupkarriere – ein echter Achtungserfolg auch aufgrund der schwierigen Bedingungen auf der berüchtigten Grödener Saslong. Dem St.Jakober fehlten lediglich zwei Zehntel in die Top Ten und damit auf Abfahrtsweltmeister Beat Feuz. Bislang stand ein 22. Platz in Kitzbühel als bestes Weltcupergebnis auf dem Tableau: „Das ist der Wahnsinn. Ich habe einfach versucht, Vollgas zu geben und hatte während der Fahrt schon ein gutes Gefühl. Als ich im Ziel dann den 11er aufleuchten sah, war die Freude extrem groß. Es macht alles einfacher, wenn du nicht ständig um deinen Startplatz rittern musst“, so Köck, der noch vor der Weihnachtspause im Europacup auf der Reiteralm nachlegen möchte.

Feller nach Rang sieben im Alta Badia-RTL mit Zwangspause

Ein Rennen mit Ups and Downs war hingegen der Riesentorlauf in Alta Badia für Manuel Feller. Nach dem ersten Durchgang noch auf Platz vier gelegen, stand am Ende Platz sieben zu Buche. „Der erste Durchgang war einfach zu fehlerhaft, aber mit Wahnsinns-Speed. Der zweite war etwas zu kontrolliert,“ so Feller. Trotz aller Selbst-Kritik ist die Leistung des PillerseeTalers nicht hoch genug einzuschätzen. Im ersten Durchgang verspürte der 25-Jährige einen Stich im Knie, nach einem MRT in Innsbruck am Sonntagabend stellte sich heraus, dass sich Feller eine Kapselzerrung zugezogen hatte. Somit muss er für den Parallel-RTL in Alta Badia passen und auch hinter dem Start am Freitag beim Weltcup-Slalom in Madonna di Campiglio (ITA) steht noch ein Fragezeichen.